Handels- und Gesellschaftsrecht

Ob als Einzelunternehmer, Gesellschafter einer Personen- oder Kapitalgesellschaft, Geschäftsführer, Vorstand oder Aufsichtsratsmitglied: Wir beraten Sie in allen Fragen des Handels- und Gesellschaftsrechts. Angefangen bei der Gründung, über strategische Unternehmensführung bis hin zu Joint Ventures und Unternehmenskäufen.

Wir begleiten Sie bei Unternehmens- und Beteiligungstransaktionen. Daneben verhandeln wir im Gesellschafterstreit und beraten zu Geschäftsführerhaftung oder Mitarbeiterbeteiligungen. Und wir setzen maßgeschneiderte Verträge auf - im Vertriebsrecht, bei Handelsvertreter-, Vertragshändler- und Lieferverträgen.

Gesellschaftsgründung

Als Gründer stellen Sie sich von Beginn an großen Herausforderungen. Welche Unternehmensform ist aus rechtlicher und steuerrechtlicher Sicht sinnvoll? Welche Interessen der Gesellschafter müssen in dem Gesellschaftsvertrag abgebildet werden, damit die Zusammenarbeit auch über die Gründung hinaus und in Konfliktsituationen gewährleistet ist?

Bleiben Sie entspannt: Wir haben die Antworten und geben Ihrem Unternehmen einen rechtssicheren Rahmen.

Unsere Pariser Anwälte beraten Sie bei der Gründung von oder der Beteiligung an Gesellschaften in Frankreich.

Umwandlungsrecht

Es kann viele gute Gründe geben, eine unternehmerische Struktur anzupassen.

Wir beraten und begleiten Sie dabei gerne. Sei es bei einer Umstrukturierung mittels der Übertragung einzelner Vermögensgegenstände auf einen anderen Rechtsträger, ein sogenannter Asset Deal, oder nach dem Prinzip der Gesamtrechtsnachfolge des Umwandlungsgesetzes (UmwG) mittels Verschmelzung, Spaltung oder Formwechsel. 

M&A / Unternehmenskauf / Joint Ventures

Wir begleiten den Mittelstand bei Mergers and Aquisitions (M&A), auch auf internationaler Ebene.

Wir erstellen Absichtserklärungen (Letter of Intent) und Vertraulichkeitsvereinbarungen, prüfen rechtliche Rahmenbedingungen und Verträge im Rahmen der Due Diligence. Wir führen Stärken-Schwächen-Analysen durch und zeigen Ihnen mit Ihrem Vorhaben verbundene Risiken auf. 

Steht Ihnen eine Übernahme bevor? Wir zeigen Ihnen zeitnah fundierte Strategien auf und prüfen Ihre rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten.

Bank- und Kapitalmarktrecht

Allgemeines Bankrecht, Kreditvertragsrecht, Wertpapier- und Kapitalmarktrecht und die diversen Formen der Kreditsicherung - die Materie des Bank- und Kapitalmarktrechts ist vielschichtig und komplex.

Wir schützen Sie als Investor und privater Kapitalanleger und analysieren für Sie zunächst Ihre individuelle Beratungssituation.
Danach stehen wir optimal vorbereitet in außergerichtlichen Verhandlungen oder im Prozess für Ihre Rechte und wirtschaftlichen Interessen ein.

Internationales Privatrecht

Die Globalisierung bringt neue Chancen und Herausforderungen. Sitzt der Vertragspartner am anderen Ende der Welt, ist schon die Frage der anwendbaren Rechtsordnung für Sie von großer Bedeutung.

Wir beraten Sie in allen Facetten dieses komplexen Rechtsgebiets und helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele auch in einer globalisierten Welt nicht aus den Augen zu verlieren.

Recht der Non-Profit-Organisationen

Neben dem klassischen Stiftungsrecht sind für Non-Profit-Organisationen im sogenannten Dritten Sektor auch das steuerliche Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht, Sozialrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht und Datenschutzrecht äußerst relevant.

Welche Fragen Sie auch haben: Wir beraten Sie gerne rund um den Non-Profit-Sektor.

Ihre Anwälte

Gesellschaftsrecht
Auswirkungen der zweiten Aktionärsrechterichtlinie auf Vorstandsvergütung und Related Party Transactions

Der Bundestag hat am Donnerstag, 14. November 2019, den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) angenommen. Gemäß Art. 16 ARUG II wird das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie, mit Ausnahme von Art. 7 ARUG II, ab dem 01. Januar 2020 in Kraft treten. 

Herr Dr. Sven Claussen skizziert Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Auswirkungen der zweiten Aktionärsrechterichtlinie auf Vorstandsvergütung und Related Party Transactions.

 

Das ARUG II belässt es bei der Festlegung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder beim Aufsichtsrat mit einem hohen Ermessensspielraum. Hinzu kommt jedoch ein unverbindliches Votum der Hauptversammlung zum vorgelegten Vergütungssystem. Der Aufsichtsrat ist jedoch künftig nach § 87a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AktG-E verpflichtet, eine Maximalvergütung für die Vorstandsvergütung festzulegen, welches jedoch bereits verbreitete Praxis war und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprach.

Die Hauptversammlung kann jedoch nach § 87 Abs. 4 AktG-E zukünftig die vom Aufsichtsrat festgelegte Maximalvergütung für den Vorstand durch verbindliches Votum reduzieren, falls eine Ergänzung der Tagesordnung mit Mindestquorum von 5 % oder einen anteiligen Betrag von EUR 500.000 des Grundkapitals beantragt worden ist.

Im Vergütungsbericht müssen Vorstand und Aufsichtsrat zu jedem einzelnen namentlich genannten Vorstandsmitglied erläutern, wie die festgelegte Maximalvergütung eingehalten wurde (§ 162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 AktG-E).           

Der Schwellenwert für Geschäfte mit nahestehenden Personen (Related Party Transactions, RPT) auf 1,5 Prozent der Summe aus Anlage- und Umlaufvermögen auf der Basis des zuletzt festgestellten Jahresabschlusses bzw. gebilligten Konzernabschlusses herabgesetzt (§ 111b Abs. 1, 3 AktG-E). Aktuell beträgt der Schwellenwert 2,5 %.